Moulay Bousselham

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Nach unserem ersten Stopp in Moulay Bousselham geht unsere Reise weiter nach El Jadidad. Zeit erste Eindrücke zu sammeln, damit sie nicht verloren gehen.

Neben mir zieht abwechselnd eine Wüstenlandschaft mit einzelnen Bäumen und Büschen und Wälder am Fenster vorbei. An manchen Stellen haben sich tiefe Furchen in das Erdreich eingegraben, die von vergangen Wintern mit starken Regenfällen erzählen, dicht gefolgt von einem saftigen grün mit einem Meer aus blauen Veilchen. Es läuft eines meiner Lieblingslieder von Bonobo und die Sonne brennt durch Paulchen´s Scheiben auf meinen Beinen.

Ich sehe viele verschiedene Menschen, mit Zipfelmützen, Sonnenhüten und Gebetsmützen. Frauen die Kinder auf ihrem Rücken tragen, Männer die auf einem Fuhrwerk mit ihrem Esel unterwegs sind. Alle wissen scheinbar intuitiv, dass wir Ausländer und Touristen sind. Der König hat gesagt seid nett zu den Touristen und so ist es nicht verwunderlich sogar auf der Autobahn lachend und winkend begrüßt zu werden, von den Menschen die am Straßenrand laufen oder auf eine Mitfahrgelegenheit hoffen.

Eines fehlt jedoch in der Landschaft und je länger ich darüber nachdenke, so mehr schäme ich mich für den Gedanken – der Müll. Ich habe selten ein Land gesehen, dass so sauber ist wie Marokko. Der König hat gesagt, er möchte keine Plastiktüten mehr im Land, deswegen gibt es keine Plastiktüten mehr.

Ich muss an unseren ersten Campingplatz in Marokko denken. Da unsere Fähre Verspätung hatte, sind wir im Dunkeln angekommen und konnten keinen näheren Blick mehr auf alles werfen. Erschöpft sind wir relativ schnell eingeschlafen. Groß war die Verwunderung am Morgen von Hahnenschreien geweckt zu werden, umso größer wurde sie als ich aus dem Bus ausgestiegen bin und erstmal in einer Hühnerschaar stand. Auf dem Weg zu den Sanitäranlagen sind mir dann noch eine Schafherde und eine Kuh mit ihrem Kälbchen begegnet, die genüsslichen die wachsenden Kräuter in dem orientalisch angehauchten Wäldchen gefressen haben.

Zwischen Zitrus- und Pfefferbäumen blüht hier neben Salbei, Lavendel und Thymian auch Rosmarin und diverse andere Kräuter, die unaufdringlich ihren blumigen Duft verteilen. Dazwischen blüht wie ein großer goldener Teppich eine menschenhohe Pflanze. Darauf ein geschäftiges brummen. Ich habe selten so viele Bienen und Hummeln auf einmal gesehen und kann mit einem Mal verstehen, warum Marokko für seinen Honig bekannt ist.

Die Bäume spenden neben Schatten auch eine angenehme Kühle, einmal in die Sonne getreten scheint die Sonne mit all ihrer Kraft. Dieser Garten entführt mich direkt in die Märchenwelt von 1001 Nacht. Bereits nach dem ersten Tag weiß ich, dass ich mich nicht so schnell von diesem Land losreißen kann. Ich freue mich auf den nächsten Monat und bin gespannt welche Geheimnisse und Geschichten diese Märchenwelt noch für uns bereithält.

 

 

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