Herz und Kopf

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Ich bin ein Herzmensch. Ich verliere mein Herz fast täglich an verschiedene Dinge: Menschen, Landschaften, Gegenstände. Mein Leben besteht aus vielen Emotionen und mich gibt es auch nur gefühlsgeladen.

Das führt dazu, dass ich dann auch mal sehr unvernünftige Dinge tue, wie zum Beispiel die antike Truhe mit den Intarsien auf der Straße in Spanien einsammeln und mit nach Deutschland zu nehmen. Ich weiß, dass ist irgendwie bekloppt, aber ich habe mich halt einfach verliebt. Dagegen ankämpfen hätte etwas von Don Quichotte und den Windmühlen. Es wäre einfach sinnlos.

Ich bin aber auch ein Kopfmensch

Ganz die rationale Ingenieurin, die Pro und Kontra abwägt und sich ein Urteil bildet und dabei immer Ratschläge parat hat. Egal ob es die Gefühlsebene von anderen Menschen betrifft oder praktische Lebensweisheiten. Ich habe immer eine Meinung und einen Rat im petto.

Allerdings gibt es auch Momente, in denen sich Herz- und Kopfmensch nicht einer Meinung sind und streiten. In solchen Momenten ringe ich mit mir selbst und kann auch ein kleines bisschen eine Dramaqueen sein. Das weiß ich auch und ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht. Es gab Zeiten, da habe ich sehr damit gehadert, dass ich nicht diese Leichtigkeit in mir habe, die Herzmenschen inne wohnt. Das verträumte in den Tag hineinleben, den nächsten Tag so zu nehmen wie er kommt. Aber mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es wunderbar ist, dass es diese beiden Seiten an mir gibt. Man muss sie nur zulassen.

Herz- und Kopfmenschen passen immer gegenseitig aufeinander auf

Wenn das Herz sich verliert, zeigt der Kopf ihm den Weg. Wenn der Kopf rational nicht mehr weiter weiß kommt das Herz und tanzt in eine Richtung. Daher sollte man nicht daran verzweifeln, sondern vielmehr zulassen, dass sich Herz- und Kopfmensch die Hand reichen und Freunde werden.

Natürlich gibt es immer wieder Diskrepanzen – aber das ist normal unter Freunden und gut so! Letztendlich führt es zu einem reflektierten Denken und beugt impulsiven Handlungen vor. Natürlich ist man trotzdem nicht vor Fehlern gefeit, aber das ist es doch was das Leben ausmacht. Wir haben die Möglichkeit aus unseren Fehlern zu lernen und zu wachsen. Das schöne ist, man kann sich sicher sein, dass sich der Kopfmensch in uns gemachte Fehler merkt und der Herzmensch sie trotzdem wieder hinterfragt.

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